«Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.»

Chinesisches Sprichwort

Digitale Transformation Wissen

Ohne Widerstand geht es nicht

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Von Jacob Burckhardt stammt die Erkenntnis, dass Geschichte nicht klug für ein andermal, sondern weise für immer macht. Es geht nicht um Rezepte, sondern um Erkenntnisse. Dies gilt auch für die Herausforderungen, die mit einem Strukturwandel verbunden sind. Immer waren innovative Unternehmer die treibenden Kräfte. So auch im 18. Jahrhundert in St.Gallen, in der Zeit der Leinwandkrise. Wohl kein Zufall ist, dass diese als Einwanderer oder als europaweit tätige Kaufleute in der Stadtpolitik nur eine untergeordnete Rolle spielten. Ihre Unabhängigkeit erlaubte es ihnen, Bestehendes in Frage zu stellen und mit neuen Produkten und vor allem mit einer neuen Produktionsweise auf veränderte Bedürfnisse und Rahmenbedingungen zu reagieren. Der Weg aus der Leinwandkrise führte nicht über politisch motivierte Sicherheitsversprechen und die Garantie des Status Quo. Entscheidend waren vielmehr veränderungsbereite Persönlichkeiten, die nicht den mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel verbundenen Gegenwind bekämpften, sondern die Segel neu setzten.

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Politik

Unfairer Wettbewerb

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Die Bundesverfassung geht davon aus, dass Herr und Frau Schweizer mit vollendetem 18. Altersjahr mündig sind. Ihnen stehen alle politischen Rechte zu. Sie können an Wahlen und Volksabstimmungen teilnehmen und sind berechtigt, Volksinitiativen zu ergreifen und Referenden zu unterzeichnen. Weniger Vertrauen bringt die öffentliche Hand dem einzelnen Bürger als Konsument entgegen. Hier gilt es, ihn vor sich selbst zu schützen. Mit staatlich vorgeschriebenen Ladenöffnungszeiten wird sichergestellt, dass die Sonntagsruhe und der Familientisch nicht durch offene Läden gestört werden. Autofahrende Kunden will man mit einer restriktiven Parkplatzpolitik vom segensreichen öffentlichen Verkehr überzeugen. Und mit prohibitiven Steuern auf Alkohol und Tabak bestraft man politisch unerwünschten Konsum. weiterlesen

Digitale Transformation Politik

Die Luft der Freiheit weht

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Obwohl wir uns erst am Anfang der digitalen Transformation befinden, ist absehbar, in welche Richtung wir unterwegs sind. Dank den Kundenbewertungen in Tripadvisor finden wir ein kleines Boutiquehotel in Bordeaux. Uber macht aus Privatpersonen Taxiunternehmer und mit Airbnb buchen wir Gästezimmer in privaten Haushalten. Dies alles im Sinne einer direkten Verknüpfung privater Interessen und unter Ausschluss staatlich geschützter Monopole und Kontrollinstanzen. Wunderbar. Die eigene Entscheidungsfähigkeit, die eigenen Kompetenzen und der eigene Mut zum Risiko melden sich zurück. Daran werden auch die Proteste der Nutzniesser staatlicher Sicherheitsversprechen nichts ändern.

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Politik

Parmelingate

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Dies gelesen: Bundesrat diskutiert über Ausstandsregeln. Das gedacht: Bundesbern sollte wohl eher über Anstandsregeln diskutieren.

Politik

Schönwetter-Sozialisten

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Dies gelesen: Der Auftrtitt von Etrit Hasler, Poetry Slammer und SP-Kantonsrat, an der 1. Mai-Feier in St.Gallen kam nicht zustande. Die von seiner Agentur geforderte Gage war zu hoch. Ebenfalls nicht zustande kam der Auftritt von SP-Nationalrätin Claudia Friedl an der 1. Mai-Feier in Rapperswil-Jona. Diese Feier wurde wegen schlechter Wetterprognosen abgesagt. Das gedacht: Die Überwindung des Kapitalismus hat nicht nur ihren Preis, sondern funktioniert offensichtlich nur bei schönem Wetter.

Politik

Eigengoal

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Dies gelesen: Auch wenn die Mindestlohniniative vom Stimmvolk am 18. Mai 2014 klar abgelehnt wurde, hat die Initiative viel erreicht: 4000 Franken hat sich als Marke für einen fairen Mindestlohn etabliert. Zahlreiche Unternehmen und ganze Branchen haben angekündigt, ihre Mindestansätze zu erhöhen, etwa die (…) Schuhandelskette Bata. (Quelle: Unia) Das gedacht: Was nützen Lohnerhöhungen, wenn anschliessend die Arbeitsplätze liquidiert werden?

Politik

Vertrauensprinzip

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Dänemark, Schweden, die Niederlande und die Schweiz haben gemäss OECD etwas gemeinsam: In allen vier Ländern gibt es keine Offenlegungspflicht für Parteispenden. Man vertraut dem Bürger. Und wohl nicht ganz zufällig sind alle Nationen wirtschaftlich überdurchschnittlich erfolgreich. Vertrauen macht sich bezahlt.

Politik Wissen

Anspruch auf Erfolg?

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Dies gelesen: „Der Erfolg der Schweiz ist auf drei Werten aufgebaut: Fleiss, Eigenverantwortung und liberale Wirtschaft. Alle drei scheinen mir den Bach runterzugehen. Und wir tun so, als sei alles in Ordnung. Ein Wahnsinn!“ (Michel Jüstrich, SoBli, 31.1.2016) Das gedacht: „Aber wissen Sie, welche Firmen und Länder sich am schwierigsten verändern lassen? Diejenigen, die am erfolgreichsten waren. Sie glauben, einen Anspruch auf Erfolg zu haben. Aber den hat niemand.“ (John Chambers, NZZaS, 31.1.206)

Digitale Transformation

Immer kam es anders

Vierte industrielle Revolution

 

Dies gelesen: Nach Ansicht der WEF-Experten vernichtet die vierte industrielle Revolution in den traditionellen Industrieländern fünf Millionen Jobs. Das gedacht: „Schon bei der ersten industriellen Revolution gingen die Menschen davon aus, dass der Fortschritt zu Massenarbeitslosigkeit führen wird. Und so war es bei jeder neuen Technik. Doch immer kam es anders. Die These erwies sich in den letzten 200 Jahren wiederholt als falsch. Es wäre naiv zu glauben, dass es jetzt diesmal ganz anders sein wird.“ (Niall Ferguson, SaS, 24.1.2015)

Politik

Spenden statt Menschen

Extremer Armut

 

Dies gelesen: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung, wie die Hilfsorganisation Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos berichtete. Das gedacht: Seit dem Untergang des realexistierenden Sozialismus hat sich die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, mehr als halbiert. Warum wird diese Tatsache ausgerechnet von einer sogenannten Hilfsorganisation negiert, die sich „für eine Welt ohne Armut“ einsetzt? Ganz einfach. Es geht auch bei Oxfam um Schlagzeilen und um Spenden, und nicht um Menschen.